Reise durch England – Episode 7

Linguajet-Unterhaltung

Ich kauere im nassen Gras auf einer Wiese in Südengland, es ist sechs Uhr morgens. 150 Meter entfernt von mir führen Wachen gerade Sally ab, die den Sonnenaufgang im Steinkreis von Stonehenge zelebrieren wollte. Zum Auto zurück brauche ich eine Stunde, aber nur, wenn ich den Weg diesmal gleich finde. Wie konnte es so weit kommen?

Ich lernte Sally im Hostel in Salisbury kennen. Den berühmten Steinkreis von Stonehenge wollte ich natürlich auch gesehen haben, bevor ich Südengland verlasse. Die Formalitäten beim Einchecken meistere ich sprachlich inzwischen, solange keine ungewöhnlichen Fragen gestellt werden. Und weil ich jetzt unbedingt richtig Englisch lernen will, habe ich mir eine kostenlose App runtergeladen. Das erste Kapitel war recht simpel. Ist man gut im Raten, kommt man schnell weiter. Nach der Lektion suchte ich die Teeküche auf, die das Hostel selbstverständlich hat. Da traf ich also Sally.

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Eine neue Bekanntschaft

Sie trug ein enges türkises Oberteil, das gut zu ihren hellblonden Haaren passte, eine weite, bunt gemusterte Hose und silberne Ohrringe. Sie sprach mich gleich an. Nachdem ich inzwischen einige Einheimische getroffen habe, hörte ich sofort, dass sie keine Britin war. Richtig geraten: Sally kommt aus South Carolina, USA.

Das „Where do you come from“ und „where do you want to go“ klappt inzwischen schon ganz gut. Klar, dass sie auch Stonehenge sehen will. „A magical place. My heart longs for that place“, sagt sie. Sally macht sich auch einen Tee, allerdings einen mit Kräutern, und holt eine Packung Kekse aus ihrer Tasche. Wie selbstverständlich stellt sie sie auf den Tisch: „Want some cookies?“ Nett ist sie jedenfalls. Und sie macht mir Komplimente für mein minimales Englisch. Sie findet Fremdsprachen lernen auch wichtig und bedauert, selber keine zu können.

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Viel Geschichte in good old England

„So how do you like Britain“ frage ich. „It’s fantastic! So old, you know, so much history!“ Die Briten finden sie allerdings etwas „uptight“ (muss ich erst googeln) und bei der dazu gehörenden Geschichte über einen Typen in London steige ich nicht ganz durch. Auch das Wetter sei „awful“. Ihre Sonnenbräune hat sie von zuhause mitgebracht. Weil sie ja auch nach Stonehenge will, frage ich sie, ob wir morgen zusammen fahren wollen.

„Oh yes, let’s do that!“ sagt Sally. Ich zeige ihr die Flyer, die ich aus dem Foyer mitgenommen habe, und sie blättert etwas gleichgültig durch. „You know what I would like most? Being there without any other people, by sunrise.“ Na klar. Das berühmte Monument ganz für sich alleine haben – wer wollte das nicht? Dummerweise gibt es eben recht viele Leute, die es sehen wollen. Außerdem ist erst ab 9 Uhr geöffnet, da ist die Sonne längst aufgegangen. „I think you just don’t feel the magic with such a lot of people around you. It’s lost. During the night, the place recovers. By the morning it will be powerful again.“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe. Hätte ich da schon misstrauisch werden sollen? Ich konnte sie sogar verstehen. Ich hatte auch nicht wirklich Lust, mit anderen Leuten Schlange zu stehen. Ich fürchtete mich vor einer weiteren „tourist trap“. Die angegebenen Preise waren auch nicht gerade Schnäppchen, selbst die günstigste Variante, bei der man nicht in den inneren Kreis kommt.

Fortsetzung folgt…

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