Reise durch England – Episode 10

Linguajet-Unterhaltung

Londons magische Seite

Der magische Teil Londons, so stelle ich fest, ist bisher völlig an mir vorbei gegangen. So habe ich am Bahnhof King’s Cross nicht das Gleis 9 ¾ gesehen, obwohl ich dort war. Ich war nicht in der Charing Cross Road, die die Inspiration für die Winkelgasse darstellte und habe auch keinen der angebotenen Rundgänge zu den Drehorten in der Stadt mitgemacht. Ich buche nun aber ein Ticket für die Harry-Potter-Studios samt Transfer vom Bahnhof King’s Cross. Die Webseite ist sogar auf Deutsch. Es fühlt sich nicht richtig gut an, an einem so öffentlichen Ort eine Kreditkartennummer einzutippen, aber zum Glück ist niemand da. Weil meine Wäsche immer noch nicht trocken ist, absolviere ich noch ein paar Lektionen mit einem Sprachkurs, den ich eigentlich schon aufgegeben hatte. Ich will doch besser Englisch lernen! Sehr viel klüger fühle ich mich danach allerdings nicht.

Abends im Bett sehe ich mir zur Einstimmung noch ein paar Harry-Potter-Clips auf YouTube an, die mir jetzt auf Englisch präsentiert werden. Vielleicht auch eine gute Methode zum Fremdsprachen lernen?

Sprachen lernen kann so einfach sein !

Unterwegs mit Snape

Es ist eine sehr gemischte Gesellschaft, die am nächsten Tag mit mir in den Harry-Potter-Bus einsteigt. Alle jenseits des Schulalters, es sind gerade keine Ferien. Bei einem Mann, den ich nur schräg von hinten sehe, muss ich an Snape denken, den undurchsichtigen Zaubertränke-Lehrer aus den Harry-Potter-Geschichten. Sicher eine spannende Figur für Autorin J.K. Rowling. Aber er ähnelte leider zu sehr meinem eigenen Chemielehrer in der Schule, um bei mir auch nur Mitleid zu erwecken.

Der verbotene Wald

Die Studios verschlucken mich. Die große Halle, der verbotene Wald. Ich gehe durch die Winkelgasse und bin nur kurz irritiert, dass sie jetzt Diagon Alley heißt. Es ist umwerfend. Ich knipse mit dem Handy und schicke Bilder an meine Tochter, damit sie auch teilhaben kann. Wir führen eine Diskussion auf WhatsApp, während ich durch die riesigen Räume gehe. Snape taucht immer mal wieder in der Nähe auf. Natürlich trägt er keinen Umhang, sondern einen schwarzen Mantel, aber die Ähnlichkeit bleibt auch beim dritten Blick. Ich sehe zwei junge Frauen tuscheln und auf ihn zeigen.

Mobiles Sprachen lernen – der etwas andere Sprachkurs –
ohne Vokabel- und Grammatikpauken

Am Ende der Tour bin ich ziemlich erschöpft von all den Eindrücken. Ich will meiner Tochter noch ein Souvenir mitbringen und habe mir schon einen Zeitumkehrer-Schlüsselring ausgesucht – für mich persönlich das faszinierendste Stück Zauberei. Ich gehe zur Kasse, um ihn zu bezahlen, und greife in meine Jackentasche nach dem Geldbeutel. Leider ist da nichts.

Zaubertränke-Lehrer Snape

Meine Laune stürzt im Bruchteil einer Sekunde von hundert auf null. Ich lege den Schlüsselring zurück und setzte mich erst einmal auf eine Bank. Ich durchsuche den Rucksack in einer halbherzigen Hoffnung. Es drängt sich eine Erinnerung auf. Ich hatte den Geldbeutel in der Hand, um im Café einen Cupcake zu bezahlen. Kurz danach habe ich noch eine Antwort auf WhatsApp und ein Foto versendet. Das Handy ist noch da. Der Geldbeutel mit allen Karten nicht. Der Katastrophenplan entsteht vor meinen Augen: Bank anrufen, Karten sperren lassen. Wie lange braucht es, bis ich neue bekomme? Wie bezahle ich nun Hostel, Essen, Verkehrsmittel? Ich habe noch eine Packung gesalzene Erdnüsse und einen Apfel.

Snape taucht aus der Menge auf. Er kommt direkt auf mich zu. Der hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Er macht seinen Mund auf und sagt etwas, und ich verstehe einfach gar nichts. „Sorry, I didn’t understand.“ Da zieht er etwas aus seiner Tasche und hält es mir einfach hin. Es ist mein Geldbeutel. Ich kann es nicht fassen. „It’s mine!“ Aus dem folgenden Satz kann ich nur „Café“ raushören. Er drückt mir den Geldbeutel in die Hand, dreht sich um und verschwindet. Ich sehe nach: Karten, Bargeld, alles noch da. Ich haste ihm hinterher, um mich zu bedanken, kann ihn aber nicht mehr finden. Nachdem ich ihn drei Stunden lang mindestens zehn Mal gesehen habe, ist er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Hier in diesem Video erfahren Sie mehr, wie Sprachen lernen mit der Linguajet-Methode ganz einfach und in kurzer Zeit funktioniert – ohne Vokabel- und Grammatikübungen mit dem Online Sprachkurs von Linguajet.

Ich gehe zur Bushaltestelle und muss diese jüngste Wendung des Schicksals erst einmal verdauen. Ich bin mal wieder gerettet. Von einer Person aus einem Film. Wenn das nicht Zauberei ist, was dann?

Fortsetzung folgt…

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