Kein Sprachentalent?
Dann lernen Sie einfach nur durch Zuhören!

Linguajet-Praxis

Wie Kinder Sprechen lernen

Schon im Mutterbauch kommen Kinder zum ersten Mal mit Sprache in Berührung. Sie hören verschiedene Stimmmuster und prägen sie sich vor der Geburt ein, denn aufgrund der bereits vorhandenen Sprachzentren im Gehirn wird das Verarbeiten und Verstehen von Sprache ermöglicht. Dabei haben alle Kinder eines gemeinsam: Sie lernen ihre erste Sprache auditiv. Wenig überraschend ist daher, dass das auditive Lernen auch bei Erwachsenen so erfolgreich ist und zu nachhaltigen sowie schnellen Ergebnissen führt.

Kinder erwerben ihre sprachlichen Fähigkeiten aus eigenem Antrieb. Während die einzelnen Perioden der Sprachentwicklung vermutlich bei allen Kindern ähnlich ablaufen, weist die individuelle Entwicklung große Unterschiede auf. Manche Kinder sprechen schon mit sechs Monaten die ersten Wörter, andere lassen sich anderthalb Jahre Zeit.

Kinder haben ihre eigenen Spracherwerbsregeln. Sie eignen sich ihre erste Sprache an, indem Sie zuhören. Zunächst entwickeln sie ein besseres Gehör für die Satz- und Sprachmelodie, die Betonung von Wörtern und die jeweiligen Laute. Gleichzeitig probieren sie spielerisch mit ihrer eigenen Stimme herum. Sobald sie ihre Muskeln gezielter kontrollieren können, fangen sie an, erste Laute von sich zu geben.

Auf diese Weise werden neue Nervenbahnen aktiviert und mit bereits vorhandenen verknüpft. Nur bei langfristiger Nutzung bleiben die neuen Verbindungen erhalten. Jedoch können Erwachsene sie reaktivieren und dadurch eine beliebige Sprache wie Englisch lernen, indem sie einfach nur zuhören.

Und genau so funktioniert die Sprachlern-Methode
von Linguajet -Methode nach Vera F. Birkenbihl!

Das aktive Hören

Im Gegensatz zu klassischen Lernmethoden, schlägt die Birkenbihl-Methode das sogenannte Dekodieren vor, was im Grunde genommen eine Wort für Wort Übersetzung eines fremdsprachigen Texts darstellt.

Sie können es auch selbst probieren: Suchen Sie sich einen Textabschnitt heraus (z.B. ein Liedtext) und fertigen Sie eine 1:1-Übersetzung (Wort-für-Wort) an, ohne dabei auf Grammatikregeln oder den Stil zu achten. Es sollen außerdem keine Wörter angeglichen werden und der Satz muss nicht sinnvoll klingen.

Hört sich verrückt an? Ja, ein bisschen vielleicht. Doch Sie werden schnell merken, dass Sie die Satzstruktur mit dieser Vorgehensweise verinnerlichen können, ohne die Grammatik zu beherrschen. Sie lernen die Zielsprache als Ganzes kennen und müssen sie nicht wie sonst aus einzelnen Vokabeln mühsam zusammenfassen.

Damit Sie gleich mit dem Lernen beginnen können, nehmen wir von Linguajet Ihnen das mühevolle Dekodieren ab. Sie können gleich mit dem aktiven Hören starten und den «dekodierten» Text in der Muttersprache Wort-für-Wort mitlesen.

Weil der fremdsprachige Text parallel im oberen Teil des Bildes mitläuft, kann das Gehirn die gehörten und geschriebenen Wörter gedanklich in Verbindung setzen und auf diese Weise die Grammatikregeln der Zielsprache automatisch erkennen.

Wiederholen Sie die Lektionen des aktiven Hörens in zehnminütigen Einheiten. Haben Sie einen Satz memoriert, kann die Übersetzung ausgeblendet werden. Sobald Sie den ganzen Text verstanden haben, können Sie endlich zum passiven Hören übergehen.

Passives Hören

Passiv zu hören bedeutet, Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sich aber nicht wirklich (also aktiv) mit der neuen Sprache zu beschäftigen.

Während Sie beim aktiven Lernen/Hören voll und ganz bei der Sache sind, lassen Sie beim passiven Lernen/Hören etwas mit sich geschehen. Sie nehmen es zwar wahr, gehen währenddessen aber einer anderen primären Aufgabe nach. Das heißt keineswegs, dass es nur halb so effektiv ist. Im Gegenteil: Beim passiven Hören verbessern Sie Ihre Sprachkenntnisse enorm, weil Sie vor allem ein Gefühl für die Sprache entwickeln.

Sie können das Ganze mit einem Aufenthalt im Ausland vergleichen, wo Sie die Fremdsprache unterbewusst aufnehmen, weil Sie permanent von ihr umgeben sind. Ohne aktives Zutun lernt Ihr Gehirn, wie Wörter richtig auszusprechen und zu betonen sind. Ganz genau wie bei Kleinkindern.

Es ist nicht nötig, das Land zu verlassen, um diesen Effekt zu erzielen. Sie können ihn auch simulieren, indem Sie zu Hause eine entsprechende Klangatmosphäre herstellen. Genau so arbeitet die Linguajet-Methode, der zufolge sich das Gehirn an den Klang der Sprache gewöhnt, indem die Texte oder auch Filme oder Nachrichten in der neuen Sprache im Hintergrund laufen gelassen werden.

Stellen Sie den Ton ruhig so leise ein, dass Sie ihn gerade noch hören und gehen Sie nebenbei einer beliebigen Tätigkeit nach. Dabei kann es sich um Aufgaben im Haushalt handeln oder um geistig anspruchsvolle Arbeiten.

Unterbewusstes Lernen

Unterbewusst auditiv lernen lässt sich beim Zugfahren, Kochen, unterwegs oder auf dem heimischen Sofa. Anders als bei herkömmlichen Methoden geht es nicht darum, sich zu konzentrieren und anzustrengen. Im Gegenteil, der entspannte Zustand in einer angenehmen Atmosphäre sorgt beim unterbewussten Lernen für die größten Erfolge.

Denn das, was Sie hören, speichert das Langzeitgedächtnis viel schneller ab, als Dinge, die Sie riechen oder sehen. Somit ist intuitiv lernen nicht nur entspannend und effektiv, sondern bleibt auch im Kopf.

Dieses Prinzip muss nicht zwingend auf neue Sprachen bezogen werden. Es funktioniert ebenso, wenn Sie Ihre Aussprache verbessern wollen. Denn nichts anderes machen Kinder, wenn sie Dialekte lernen. Sie ahmen ihre Eltern in ihrer Aussprache nach.

Passives Hören funktioniert auch nach einem langen Arbeitstag und bereitet Ihr Gehirn trotzdem optimal auf die Fremdsprache vor.

Sobald Sie das Gefühl haben, die Sprache genug zu beherrschen,
weil Ihnen Wortbedeutung und Wortklang vertraut sind, ist es an der Zeit, zum nächsten Schritt überzugehen:
der aktiven Anwendung – dem »nachplappern» der Texte.

Linguajet – die andere Art eine Sprache zu lernen!